Fachbegriffe von A-Z

Fachbegriffe - FAQ

Allgemeine Versicherungsbedingungen, AVB
Die allgemeinen Versicherungsbedingungen sind Bestandteil des Versicherungsvertrages bei den Zusatzversicherungen. Darin sind auch die Leistungen, etc. geregelt.

Alternativmedizin
Alternativmedizin wird auch Komplementärmedizin genannt. Darunter fallen Behand-lungen und Therapien, die nicht zur Schulmedizin gezählt werden. Sie werden von Ärzten oder Naturheilpraktikern angeboten.

Ambulante Behandlung
Darunter fallen Behandlungen in einer Klinik, in einer Arztpraxis oder beim Versicherten zu Hause. Der Patient bleibt nicht über Nacht in Betreuung/Behandlung.

Aufnahmepflicht
Die Krankenkassen sind verpflichtet, jede versicherungspflichtige Person mit Wohnsitz in ihrem Tätigkeitsgebiet ohne Einschränkung (keine Gesundheitsprüfung) in der Grundversicherung (KVG) aufzunehmen.

Auslandschutz
Behandlungen und Therapien im Ausland sowie Rücktransporte in die Schweiz sind in der Grundversicherung zum Teil nicht vollumfänglich gedeckt. Bei Bedarf lohnt sich eine entsprechende Zusatzversicherung oder eine Ferien- und Reiseversicherung für eine befristete Dauer.

Bonus-Modell
Beim Bonus-Modell wird eine Prämienreduktion gewährt, sofern ein Jahr lang keine Leistungen bezogen werden. Der maximale Bonus wird nach fünf leistungsfreien Jahren erreicht. Bei Leistungsbezug wird im folgenden Jahr die Bonusstufe reduziert. Die Anfangsprämie liegt jedoch über der normalen Grundversicherung und der Versicherte ist für eine bestimmte Vertragsdauer an eine Krankenkasse gebunden.

Franchise
Kostenbeteiligung durch die Versicherten. Der Versicherte hat jährlich einen fixen Kostenbeitrag an die gesamten Behandlungs- und Medikamentenkosten zu bezahlen. Für Kinder gibt es keine Minimalfranchise. Bei den Jugendlichen und Erwachsenen beträgt diese CHF 300. Erst wenn die Kosten die Franchise übersteigen, beteiligt sich die Krankenkasse daran (10% gehen jedoch weiterhin zu Lasten des Versicherten, siehe dazu auch unter dem Stichwort: Selbstbehalt).

Bei Mutterschaft wird keine Franchise berechnet, falls keine Komplikationen auftreten. 
Für Kinder stehen folgende Franchisen zur Wahl: CHF 0, 100, 200, 300, 400, 500 und 600.
Für Jugendliche und Erwachsene stehen folgende Franchisen zur Wahl: CHF 300, 500, 1‘000, 1‘500, 2‘000 und 2‘500.
Die Krankenkassen müssen nicht alle Franchisen anbieten.

Flex-Modell
Dies ist eine Möglichkeit, die bei der Spitalzusatzversicherung von gewissen Krankenkassen angeboten wird. Grundsätzlich ist der Versicherte für die allgemeine Abteilung ganze Schweiz gedeckt. Bei Spitalaufenthalten kann jedoch bei Eintritt in das Spital die Abteilung Halbprivat oder Privat gewählt werden. In diesen Fällen ist eine festgelegte Selbstbeteiligung (zusätzlich zur Franchise beim KVG) fällig.

Familienrabatt
Zum Teil gewähren die Krankenkassen Rabatte für Familien bei den Zusatzversicherungen, vor allem bei kinderreichen Familien.

Generika
Generika sind Kopien von Originalmedikamenten. Sie sind deutlich günstiger. 

Grundversicherung
Die Grundversicherung ist für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz obligatorisch (seit dem 1.1.1996). Die Leistungen der obligatorischen Krankenkasse sind bei allen Krankenkassen identisch. Die Prämien unterscheiden sich nach Wohnort und Alter.

Gesundheitsfragen
Beim Antrag für die Grundversicherung müssen keine Gesundheitsfragen ausgefüllt werden. Die Krankenkasse muss jede Person ohne Vorbehalt aufnehmen. Bei den Zusatzversicherungen verlangen die Krankenkassen das Ausfüllen eines Fragenbogens zum Gesundheitszustand. Bei den Zusatzversicherungen kann die Krankenkasse Vorbehalte anbringen oder jemanden vollumfänglich ablehnen.

Hausarzt-Modell
Bei diesem Modell verpflichtet sich der Versicherte, immer zuerst seinen Hausarzt zu konsultieren, ausser bei Notfällen. Der Versicherte erhält dafür eine Prämienreduktion.

HMO
Bei diesem Modell verpflichtet sich der Versicherte, immer zuerst die gewählte HMO-Praxis (nur gewisse Standorte in der Schweiz) zu konsultieren, ausser in Notfällen. HMO heisst Health Maintenance Organisation. HMO-Praxen sind Gruppenpraxen von Allgemein- und Fachärzten sowie Therapeuten verschiedener Fachrichtungen. Durch diese Einschränkung bei der Arztwahl erhält der Versicherte eine Prämienreduktion.

Halbprivate Abteilung
Mit dieser Spitalzusatzversicherung hat der Versicherte Anspruch auf ein Zweibett-Zimmer und auf freie Arztwahl im Spital.

Karenzfrist
Bei einem Krankenkassenwechsel oder bei Neuabschlüssen bei einer Krankenkasse bestehen zum Teil Karenzfristen auf gewisse Leistungen; d.h., dass während einer gewissen Zeit bestimmte Leistungen aus den Zusatzversicherungen nicht bezahlt werden. Dies ist hauptsächlich im Zusammenhang mit Mutterschaft und bei Zahnversicherungen der Fall. Bei der Grundversicherung gibt es keine Karenzfrist.

Kostenbeteiligung
Die Versicherten müssen einen Teil der Behandlungskosten (Arzt, Spital, Medikamente, etc.) selber tragen. Dies geschieht über die Franchise und den Selbstbehalt.

Krankenpflegezusatz
Freiwillige Zusatzversicherungen für erweiterte Leistungen im ambulanten Bereich. 

Krankheit
Krankheit ist jede Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalls ist und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat.

Kündigung
Siehe hierzu unter den Begriffen „Wechseln“ und „Kündigungsfristen“

Kollektivrabatte
Bei den Zusatzversicherungen können Rabatte gewährt werden. Z.B. bestehen Kollektivverträge für Arbeitgeber, Verbände, etc.

KVG
Das KVG ist die Grundlage für die obligatorische Krankenversicherung. Das KVG ist seit 1.1.1996 in Kraft.

Leistungskatalog
Die Leistungen der Grundversicherung sind bei allen Krankenkassen identisch. Sie werden durch das KVG festgelegt. Bei den Zusatzversicherungen sind die Kranken-kassen frei in der Gestaltung des Leistungskataloges.

Mutterschaft
Die Mutterschaft umfasst die gesamte Zeit während der Schwangerschaft und die Niederkunft sowie die nachfolgende Erholungszeit der Mutter. Bei Mutterschaft wird keine Franchise und kein Selbstbehalt berechnet (sofern keine Komplikationen auftreten). 

Prämie
Die Prämie ist der Preis für die Krankenversicherung. Sie deckt die Zahlungen an die Versicherten, die Administrationskosten und dient auch zur Bildung von Reserven für die Krankenkassen. Im Normalfall wird die Prämie pro Monat angegeben und in Rechnung gestellt.

Prämienregionen
In manchen Kantonen besteht mehr als eine Prämienregion. In diesem Fall müssen unterschiedlich hohe Prämien pro Region bezahlt werden. Alle Krankenkassen haben die gleiche Einteilung, da diese vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird.

Prämienverbilligungen
Versicherte mit tieferen Einkommen (je nach Kanton unterschiedlich) erhalten eine Prämienverbilligung für die Krankenkasse. Nähere Informationen erhalten Sie bei der entsprechenden kantonalen Stelle (Adressliste hier).

Private Abteilung
Mit dieser Spitalzusatzversicherung hat der Versicherte Anspruch auf ein Einbett-Zimmer und auf freie Arztwahl im Spital.

Rabatte
Je nach Höhe der Franchise gewähren die Krankenkassen entsprechende Rabatte. Die Maximalrabatte gelten für alle Krankenkassen, denn sie werden vom Gesetzgeber festgelegt.

Selbstbehalt
Zusätzlich zur gewählten Franchise muss sich der Versicherte mit 10% an den Behandlungskosten beteiligen. Bei Erwachsenen beläuft sich die maximale Beteiligung auf CHF 700 und bei Kindern auf CHF 350 pro Jahr.

Spezialitätenliste
Hierbei handelt es sich um die Liste aller Medikamente, die durch die obligatorische Grundversicherung gedeckt sind.

Spitalzusatz
Freiwillige Zusatzversicherung für erweiterte Leistungen im Zusammenhang mit Spital-aufenthalten. 

Schwangerschaft
Die Mutterschaft umfasst die gesamte Zeit während der Schwangerschaft und die Niederkunft sowie die nachfolgende Erholungszeit der Mutter. Bei Mutterschaft wird keine Franchise und kein Selbstbehalt berechnet (sofern keine Komplikationen auftreten).

TarMed
TarMed wird die schweizerische Tarifstruktur für Ärzte genannt. Die Leistungserbringung wird mit entsprechenden Taxpunkten abgerechnet.

Unfall
Ein Unfall ist die plötzliche, unbeabsichtigt schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit zur Folge hat.

Versicherte
Jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz (es gibt wenige Ausnahmen) muss sich innerhalb von  drei Monaten, nach der Wohnsitznahme oder der Geburt, in der Schweiz für Krankenpflege versichern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter beziehungsweise ihrer gesetzlichen Vertreterin versichern lassen.

Vorbehalte
Vorbehalte sind Einschränkungen bei der Versicherungsdeckung auf Grund der gesundheitlichen Vergangenheit des Versicherten. Vorbehalte dürfen nur bei den Zusatzversicherungen angebracht werden, jedoch nicht bei der obligatorischen Grundversicherung (KVG).

Zusatzversicherungen
Freiwillige Versicherungen für Leistungen, die über die Grundversicherung hinausgehen.