Medienmitteilung, 24. August 2016
 

Rund um die Uhr eine kompetente Ansprechperson

Über 1,1 Millionen Schweizerinnen und Schweizer sind aktuell in einem Telefonmodell versichert. Die Wachstumsrate für Telefonmodelle beträgt jährlich 20-25%. Die Versicherten profitieren von einem kompetenten Service rund um die Uhr und attraktiven Prämien.

Das erste TelMed-Modell wurde im Jahr 2003 von KPT und Medgate unter dem Namen KPTwin.win angeboten. In der Folge kamen weitere Modelle auf den Markt, so dass die meisten Krankenversicherer nun über ein Telmed-Modell verfügen. Die Wachstumsrate für Telmed Modelle beträgt jährlich rund 20-25% und heute sind rund 1,1 Mio. Schweizer in einem Telmed Modell versichert. Der Branchenleader Medgate hält daran einen Marktanteil von über 40%.

Es gibt jedoch grosse Unterschiede in Bezug auf die Restriktionen respektive die Steuerungsintensität und die eingesetzten medizinischen Mitarbeiter (Ärzte resp. Krankenschwestern) und Instrumente (Wissensmanagementsysteme, elektronische Kollaborationsprozesse etc.).

  • Bei „schwach gesteuerten“ Telmed Modellen muss der Kunde lediglich vor jedem Arztbesuch ein Telekonsultationszentrum (meist von Krankenschwestern betrieben) kontaktieren. Dort findet eine medizinische Beratung statt, aber weitgehend keine aktive Patientensteuerung und auch keine Zusammenarbeit mit nachgeschalteten Leistungserbringern. Die telemedizinische Substitutionsrate ist gering und die Kostenwirksamkeit relativ tief.
  • Bei „stark gesteuerten“ Telmed Modellen erfolgt eine aktive Patientensteuerung durch Ärzte (inkl. Rezepte, Arbeitsunfähigkeitszeugnisse, etc.) sowie in der Regel eine Zusammenarbeit mit nachgeschalteten Leistungserbringern (Ärztenetzwerke), wobei die telemedizinische Substitutionsrate bei Medgate 40-50% und die Kostenwirksamkeit bei rund 15-20% liegt.

Aktuell sind rund 35% der Versicherten mit einem Telmed-Modell in einem „stark gesteuerten“ Telmed-Modell versichert. Derzeit entwickeln sich neue Integrierte Versorgungsmodelle, bei denen der Kunde mehrere Gatekeeper wählen kann (Bsp. Telmed und HMO beim „Flexmed“ Modell der Medgate oder Telmed und Apotheken beim „Medpharm“ Modell der Swica). Bei allen Integrierten Versorgungsmodellen erfolgt in der Regel eine Behandlungsplanung mit dem Patienten und der Weg zu einem Spezialisten ist nach der initialen Konsultation offen.

Swica arbeitet mit dem von ihr selber betriebenen Zentrum „Santé24“ zusammen, ansonsten ist der Markt auf den Branchenleader Medgate sowie auf Medi24 aufgeteilt.

Die Vorteile eines Telmed-Modells für die Versicherten sind gross. lightboxDie Vorteile eines Telmed-Modells für die Versicherten sind gross.

Die Vorteile eines Telmed-Modells für die Versicherten sind gross. Einerseits profitieren Sie von günstigeren Prämien, andererseits können Sie eine kostenlose Dienstleistung rund um die Uhr nutzen, indem Sie vor einem Arztbesuch eine medizinische Dienstleistung am Telefon in Anspruch nehmen. Bei einem „stark gesteuerten“ Telmed-Modell können in Einzelfällen sogar Arztzeugnisse durch Medgate ausgestellt werden, was insbesondere bei einer hohen Jahresfranchise Kosten einspart. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Kombination einer hohen Jahresfranchise mit einem Hausarztmodell wenig sinnvoll ist, da bei diesem alternativen Versicherungsmodell doppelte Kosten durch den obligatorischen Erstbesuch beim Hausarzt und die nachherige Überweisung zum Spezialisten anfallen. Ausgenommen hiervon sind nur Besuche beim Frauenarzt, Zahnarzt und Augenarzt.

Diese Versicherungsmodelle stellen die Zukunft dar, da der Kunde von einer kompetenten Dienstleistung rund um die Uhr und günstigen Prämien profitiert und erst noch einen Beitrag gegen die steigenden Prämien leistet.

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