Bundesamt für Gesundheit (BAG), 19.03.2012
 

Abstimmung über die integrierte Versorgung am 17. Juni

Die Vorlage für die Förderung der integrierten Versorgung (Managed Care) und für einen neuen verfeinerten Risikoausgleich ist nach knapp sieben Jahren Beratung am 30. September 2011 von den Eidgenössischen Räten angenommen worden.

Mit der Förderung von integrierten Versorgungsnetzen, wie sie die Vorlage vorsieht, sollen Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen verbessert werden. Dank einer besseren Zusammenarbeit und Koordination zwischen allen Leistungserbringern können unter anderem unnötige Untersuchungen und Doppelspurigkeiten vermieden werden. Wer sich in ein Versorgungsnetz begibt, bezahlt weniger Selbstbehalt. Ziel des Bundesrats ist, dass sich 60 Prozent der Bevölkerung bis 2015 einem Versorgungsnetz anschliessen.

Die Vorlage enthält auch eine Neuerung beim Risikoausgleich. Dieser berücksichtigt neu auch die Morbidität des Versichertenkollektivs. Damit soll für die Versicherer ein Anreiz geschaffen werden, weniger nach so genannten guten Risiken zu jagen. Für die Versicherer wird es somit interessanter, sich für die gute Behandlung von schwer und chronisch kranken Patienten zu engagieren und dazu vermehrt Versicherungsmodelle mit integrierter Versorgung anzubieten.

Gegen die Vorlage ist das Referendum zustande gekommen. Die Abstimmung darüber wird am 17. Juni 2012 stattfinden.

Zurück zu Publikationen