DIE ZECHE ZAHLT DER VERSICHERTE

Prämienrabatte, die aufgrund eines Kollektivvertrages gewährt werden, dürfen ab Januar 2017 nur noch maximal 10 Prozent betragen. Für die Versicherten bedeutet das eine zusätzliche Prämienerhöhung.

Bislang konnten Arbeitgeber, Vereine und Verbände mit einem oder mehreren Krankenversicherungsgesellschaften sogenannte Kollektivverträge abschliessen, die Prämienverbilligungen von bis zu 50 Prozent für deren Mitarbeitenden oder Mitglieder vorsahen. Damit ist nun spätestens per Januar 2017 Schluss. Ab dann dürfen diese Rabatte nur noch maximal 10 Prozent umfassen. Für die rund eine Millionen betroffenen Versicherten heisst das: Höhere Prämien in den Zusatzversicherungen – und dies nebst der allgemeinen Prämiensteigerung von vier bis fünf Prozent, die für das kommende Jahr erwartet wird.

Die Rabattkürzungen gehen auf eine Weisung der Finanzmarktaufsicht (Finma) zurück, die in einer breit angelegten Untersuchung auf willkürlich gebildete Risikogemeinschaften gestossen war, deren Risikoprofil einen Rabatt von teilweise bis zu 50 Prozent nicht rechtfertigten. Daher kam die Aufsichtsbehörde zu dem Schluss, «dass im Markt eine nicht gerechtfertigte Handhabung von Rabattierungen verbreitet ist.» Denn gemäss Gesetz müssen gewährte Rabatte betriebswirtschaftlich oder statistisch begründbar sein. Demnach dürfte ein gewährter Preisnachlass also nicht höher sein, als die mit einem Kollektivvertrag eingesparten Kosten. Um diesen Wildwuchs zu unterbinden, hat die Finma kurzerhand die über Kollektivverträge zulässigen Rabatte in den Zusatzversicherungen auf 10 Prozent limitiert.

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Bin ich immer noch richtig versichert?

Alle drei bis fünf Jahre muss die eigene Krankenversicherung überprüft werden. Sind meine Leistungen immer noch angepasst an meine Bedürfnisse? Gäbe es vergleichbare Lösungen zu günstigeren Prämien? Es ist nahezu unmöglich, sich ohne die Hilfe eines Spezialisten in diesem Dschungel zurechtzufinden.

Jährlich wechseln mehrere hunderttausend Kunden ihre Krankenversicherung. Sehr oft verlassen sie sich dabei auf Vergleichsdienste im Internet, die lediglich die Prämien der aktuell noch 57 Anbieter der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG vergleichen. Naturgemäss interessieren sich die Kunden zudem erst im Oktober und November – nach dem Erhalt der neuen Versicherungsausweise für das Folgejahr – für ihre Krankenversicherung. Eine Kündigung der Grundversicherung ist dann bis Ende November noch möglich, die Zusatzversicherungen sehen jedoch andere Kündigungsfristen vor. Drei Monate sind die Regel, rund 40% der Schweizer verfügen jedoch über eine Zusatzversicherung, die eine Kündigungsfrist von fünf oder sechs Monaten vorsieht. Eine Kündigung per Ende November wäre nur bei einer Prämienerhöhung möglich, was jedoch im Vergleich zu der Grundversicherung nicht die Regel ist. Ein Wechsel der Zusatzversicherungen ist somit vielfach nicht mehr möglich. Diese verbleiben somit beim Vorversicherer, was zu einer von den Kunden ungewünschten Splitting-Lösung führt.

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Maklerzentrum Schweiz AG zu den richtigen Zusatzversicherungen

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Die Grundversicherung ideal erweitern

Zusatzversicherungen erweitern den Grundschutz mit Dienstleistungen, welche die Grundversicherung nicht deckt. Fast jeder Schweizer profitiert von mindestens einer Zusatzversicherung. Sie übernehmen Dienstleistungen, für die die Grundversicherung nicht aufkommt, und für welche der Versicherte selbst bezahlen müsste. Anders als die obligatorische Krankenpflegeversicherung sind Zusatzversicherungen freiwillig. Während sich die Dienstleistungen der Grundversicherung nicht unterscheiden, sind diejenigen der Zusatzversicherungen von Kasse zu Kasse verschieden. Um die persönlich ideale Zusatzversicherung zu finden, ist es deshalb wichtig, Prämien und Dienstleistungen genau miteinander zu vergleichen.

Keine Aufnahmepflicht — frei angepasste Prämien

In der Grundversicherung haben die Kassen die Pflicht, jeden Kunden aufzunehmen. In den Zusatzversicherungen hingegen ist dies nicht der Fall — sie können Personen ablehnen. Dies geschieht meist aufgrund des gesundheitlichen Zustands oder fortgeschrittenen Alters des Kunden. Hinzu kommt, dass der Versicherer die Prämien frei festlegen kann — nach Prämienregion sowie auch pro Kunde. Die Prämien werden nach Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Lebensstil berechnet. Ausserdem sind die Kassen dazu berechtigt, Einschränkungen zu bestimmen, beispielsweise bezüglich des gesundheitlichen Zustands des potentiellen Kunden.

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